"Und ich mag das Leben doch!"

 

Und ich dachte mir noch „was zum Teufel machst Du denn hier?“ Natürlich war mein Leben nicht so verlaufen wie ich mir das immer gewünscht hätte. Wer wird schon gerne geschieden und schleppt sich mit einem richtig fetten Burnout durch´s Leben?

 

Aber dass ich jetzt so verzweifelt sein sollte um mich der Freundin eines Freundes anzuvertrauen, nur weil Sie eine so genannte Energieseherin oder Vesseling Practitioner ist, konnte ich mir beim besten Willen nicht wirklich vorstellen.

 

Ich hatte schon alles nur erdenkliche ausprobiert um diese dunklen Gedanken und meine körperlichen Schmerzen los zu werden, doch bisher hatte nichts, nicht mal eine fast 2 jährige Psychotherapie den erwünschten Erfolg gehabt. 

 

Nachdem ich meiner Bekannten von dem immer mal wiederkehrenden  Unwohlgefühl erzählt hatte und Ihr mein Leid mit all den damit verbundenen Emotionen erzählt hatte, legte ich mich auf das Bett und schloss meine Augen.

 

In meinem Kopf spukten noch alle möglichen Gedanken und mein Körper schien sich total zu verkrampfen. Im Lauf der vielleicht halbstündigen Sitzung zuckte es hier und da und ich hatte das Gefühl, dass die Anspannung erst noch richtig heftig zunahm, bevor es mir dann leichter „ums Herz“ wurde. Zwischenzeitlich hatte ich das Empfinden als hinge irgendwer oder was an meinem Rücken und dann war es plötzlich weg, ich fühlte Erleichterung!

 

Als wir über das Erlebte von Ihr und mir sprachen konnte ich es fast nicht glauben, Sie erzählte mir von Bildern, die ich kannte und niemand sonst! Sie erzählte mir von meinem Vater und der schweren Beziehung zwischen uns und das obwohl mein Dad zu diesem Zeitpunkt schon mehr als 10 Jahre nicht mehr lebte. 

 

Aber es passte alles wie die Faust auf´s Auge und mir war klar, dass ich diesem „Spuk“ unbedingt so schnell als möglich auf den Grund gehen musste. Denn das konnte ja wohl alles nicht wahr sein. Widererwarten fühlte ich mich auch noch nach ein paar Tagen sogar ein paar Wochen nicht mehr so Schwer mit meinem behandelten Thema. Ich machte eine zweite Sitzung und eine Dritte. Jedes mal war es anders und jedes Mal schien sich wieder etwas in mir zu lösen.

 

Jetzt war mein Entschluss klar, ich wollte das auch lernen! Ich hatte Blut geleckt. Was da wohl noch alles in mir schlummert? Und wie würde es sein, wenn ich die größten Hürden vielleicht doch aus dem Weg schaffen könnte?

 

Ich meldete mich voll innerer Zweifel aber neugierig bei Martin Brune, dem Lehrer meiner Bekannten für den so genannten Basiskurs an um endlich heraus zu finden, was da so vor sich gehen würde.

 

 

 

Meine Erwartungen waren natürlich riesengroß und vor meinem Inneren Auge hatte sich auch schon ein ziemlich genaues Bild abgezeichnet wie das alles aussehen würde, doch als ich damals im Kasteel de Berckt in den Niederlanden ankam, war ich erst mal wie vor den Kopf geschlagen.

 

Ich saß nun in Mitten fremder Leute, die weder vom Aussehen noch vom Reden nur das Geringste mit mir zu tun haben konnten. Ehrlich gesagt, waren mir die meisten damals nicht mal besonders sympathisch noch sah Martin Brune durchgeistert oder gar erleuchtet aus. Ein großer Teil von mir – der mit den Zweifeln – wollte so schnell als möglich wieder weg, der andere Teil – der den Kurs bezahlt hatte und sich an die Erfahrungen der 3 Sitzungen erinnern konnte – wollte aber unbedingt vor Ort bleiben.

 

Es verging eine Woche voller Hochs und noch mehr Tiefs, bis ich feststellte, dass all die Menschen, die mit mir den Kurs machten ( es waren 54 ) mir helfen konnten, den in mir so tief verankerten Schmerz anzusehen und mehr und mehr los zu werden. Es flossen tränen der Verzweiflung und Tränen des Glücks, wenn ich mit einem der Teilnehmer arbeiten durfte. 

 

Und so groß meine Abneigung noch am Sonntag gewesen ist, so wich sie mit jedem Tag ein kleines Stück. Ich blieb weiter aufmerksam und skeptisch, was eine meiner größten Talente ist! Ich lernte eine Behandlungsmethode, die so einfach und effektiv war, dass ich es noch Monate später immer wieder überprüfen musste, ob das auch wirklich alles so funktioniert. 

 

Und was soll ich sagen, es sind inzwischen über 11 Jahre vergangen. Ich fühle mich besser denn je, mein Leben scheint sich nun endgültig ins für mich positive gewandelt zu haben und wahrscheinlich nur, weil ich einmal über meinen riesigen Ego-Schatten gesprungen bin und mich zu was hinreißen lassen habe, was ich mir zu diesem Zeitpunkt weder erklären noch glauben konnte.

 

Heute sind mir viele der Dinge bewusst geworden und ich habe voll Stolz akzeptiert, dass es so einfach ist. Ich bin froh, dass ich im Lauf der Jahre schon einigen Menschen auf diesem Weg helfen konnte und durfte. Doch schließlich und endlich ging und geht es noch heute und auch in Zukunft vor allem um meinen ganz persönlichen Weg – und diesen werde ich nicht mehr verlassen, denn dafür ist mein Leben heute einfach zu wunderbar.

 

Ich möchte auch noch meinem Lehrer Martin Brune, meinen „Mitstreitern“ und allen Klienten herzlich dafür danken, dass aus mir noch der Robin Mayer werden durfte und weiter werden darf, der er wirklich ist.

 

Es würde mich freuen, wenn dir meine persönliche Geschichte ein klein wenig Mut und Inspiration geben kann, um auch deinen persönlichen  Weg in die Präsenz, dem Glück und zu Gesundheit zu finden.